Eine (globale) Bildungsrevolution – schon lang überfällig?

Die menschlichen Bildungs-/Wahrnehmungsprozesse bestimmen maßgeblich die individuellen Denkstrukturen/Charaktereigenschaften eines Menschen, diese wiederum maßgeblich sein Handeln. Hinterfragt man aber viele menschliche Handlungsweisen > Kriege, Hass, Gewalt, Terror, Hetze, gegenseitige Abwertungen, Mobbing, Gier, Egozentrik, Respektlosigkeit gegenüber Mitlebewesen, Umweltzerstörung, Machtmissbrauch, Betrug, Korruption, maßloser Opportunismus, groteske Hörigkeiten und Loyalitäten, Anerkennungssucht, Überschuldung, etc. , muss logischer Weise etwas mit den Bildungsprozessen bzw. Bildungssystemen nicht stimmen.

Bedenkt man, dass der Mensch durch die jeweils nationalen Bildungssysteme in vielen Bereichen Grundwissen vermittelt bekommt, über Erkenntnisse der menschlichen Verhaltensforschung als Mensch aber kaum bis kein Basiswissen gelehrt bekommt, ist dies u. a. ursächlich für eine fatale menschliche Entwicklung mit möglichen oben beschriebenen Folgen. Die meisten Menschen wissen deshalb leider nicht, wie der Mensch tickt.

Menschen werden dadurch immer wieder zum leichten Spielball ihrer möglichen Ver-/Führer bzw. Mitmenschen, die wiederum bewusst oder unbewusst die Unwissenheit ihrer Mitmenschen im Hinblick fehlender Menschenkunde nutzen, ihre eigenen Interessen umzusetzen. Deshalb gehören nicht nur die Methoden der Pädagogik  auf den Prüfstand der Bildungssysteme, sondern auch der Bildungsinhalt.

Beispiele mit / ohne Wissensvermittlung von Menschenkunde, etc.

  • ideologischer Glaube ohne Menschenkunde
    = Gefahr, Andersgläubige abzuwerten. Mögliche Folgen sind gegenwärtig zu Genüge zu beobachten.
  • ideologischer Glaube plus Menschenkunde
    = gegenseitiges Verständnis zwischen Andersgläubigen wird gefördert. Möglichem Fanatismus wird präventiv bestmöglich entgegengewirkt.

Eines der größten Konfliktursachen zwischenmenschlicher Beziehungen ist die Abwertung Andersdenkender/Andersgläubiger
– von privat bis auf internationaler Ebene – 

  • Umweltschutz ohne Menschenkunde
    = kaum bis nicht nachhaltig. Umweltschutz bleibt aufgrund Umsetzung oft ausufernden Eigeninteressen auf der Strecke. „Ich bzw. unser Land zuerst“
  • Umweltschutz plus Menschenkunde
    = der Mensch versteht vermehrt sich selbst und nimmt sich bewusst als Ursache für Umweltzerstörung wahr. Er hat somit vermehrt die Chance, nachhaltig korrigierend gegen die Umweltzerstörung zu wirken.

 

  • wirtschaftliches Denken ohne Menschenkunde
    = fördert Maßlosigkeit auf Kosten der Umwelt, Gerechtigkeit, Menschenwürde
  • wirtschaftliches Denken plus Menschenkunde
    = Wohlstand und bestmögliche Gerechtigkeit in Harmonie mit der Umwelt

Kontinuierliches Wirtschaftswachstum ohne menschlich positives geistiges Wachstum
= Rückschritt

  • Ethik- und/oder Religionsunterricht ohne Menschenkunde 
    = einseitige Wissensvermittlung bezogen auf das Ethik-/Religionsverständnis der jeweiligen  Lebensform des Staatensystems / der Religion, wie der Mensch nach dem jeweiligen Staats-/Religionssystem gewünscht ist.
    (Problem: Das Lehrfach Ethik und/oder Religion beinhalten bspw. keine Wissensvermittlung in Bezug auf das Basiswissen Psychologie)
  • Ethik- und/oder Religionsunterricht plus Menschenkunde
    =
    Förderung des ganzheitlichen Verständnisses – des gegenseitigen Respektes und der Glaubensfreiheit – Stärkung des ICHs in Verbindung der Reduzierung der Manipulationsanfälligkeit – etc.

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„JA, es gibt sie, Menschen ohne Empathie, Gewissen und Reue“

Teil von Menschenkunde ist deshalb unter anderem, sich auch ENDLICH nachhaltig dieser Thematik bewusst zu werden.

Das eigentliche Problem sind nicht narzisstisch destruktive Menschen, die in Führungsrollen gehievt wurden/werden, sondern die Menschen, die destruktiven Menschen zur Macht/Führung verhelfen.

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Es ist natürlich illusorisch zu glauben, man könnte innerhalb kürzester Zeit die weltweiten Bildungssysteme im Sinne ganzheitlicher Bildungsprozesse reformieren. Es wäre aber möglich, mindestens in Deutschland beziehungsweise den relativ freien Ländern zu beginnen und die damit verbundenen Erfahrungen exportieren.

siehe Bildungsrevolution in

Eigentlich ist es sehr fragwürdig, warum der Mensch im Bereich seiner allgemeinen Schulbildung kaum etwas über die Erkenntnisse menschlicher Verhaltensforschung  gelehrt bekommt. Argumente wie „die da oben wollen dies nicht“ sind hierzu ursächlich nicht glaubwürdig. „Die da oben“ haben schlussendlich die gleichen Bildungssystem durchlaufen. Zudem sind bspw. keine Politiker bislang bekannt, welche sich bewusst gegen die Forderung ganzheitlicher Bildungssysteme aussprechen. 

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Fakt:
Die Qualität der Menschlichkeit, die HEUTE in den Schulen vermittelt wird, wird MORGEN die Qualität der Menschlichkeit maßgeblich beeinflussen.

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Es wäre deshalb wünschenswert, wenn möglichst viele Menschen in Eigenregie Neugierde für ein Bewusstwerden kausaler Zusammenhänge zwischen menschlicher Verhaltensweisen und Missstände entwickeln, um sich für eine Bildungsrevolution einzusetzen.

Dies zum Wohle einer bestmöglichen friedlichen Zukunft in Harmonie mit der Umwelt

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siehe auch: