KULTUR OHNE BILDUNG?

Auszug aus:
Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Gesundheit

Kultur ohne Bildung:

„Wir haben, grob gesagt, starke Bildungsinstitute ohne Kultur“, gibt der Schriftsteller
und Journalist Gert Heidenreich in seinem Beitrag zu bedenken. Das
liegt weder an den Lehrenden noch an den Lernenden, sondern an dem derzeitigen
grotesk falschen Verständnis von Bildung. Bildung als Konditionierung
auf die Praxisbedürfnisse des Staates und seiner Wirtschaft führt zu einer Anhäufung
von Wissen und Techniken, kurz: zum Wissens-Erwerb. Doch das ist
noch lange keine Bildung. Bildung ist die Verwandlung geistiger Erfahrung in
lebendiges Bewusstsein im Sinne von Vorbereitung auf das Leben und von
Bestimmung des eigenen Selbst. Oder kurz: den eigenen Ort in einer immer
komplexeren Welt zu finden –

und wenn möglich zu verstehen.

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These:

Eine unserer sich weltweit weiter zerstörerischen entwickelnden Gesellschaft ist hauptsächlich in Bildungssystemen zu suchen, welche – bewusst oder unbewusst – in den meisten Staatssystemen zu polarisierend auf die leichte Manipulierbarkeit des Individuums und der Massen ausgelegt sind.

Durch die Moral- und Sittenphilosophie (Ethikverständnis) der jeweils aktuellen politischen Gesellschaftsformen(global?) bekommen wir über die Bildungssysteme meist nur gelehrt, wie wir erwünscht sind, wie wir uns verhalten sollen, was wir leisten sollen, was zur Zeit unter Menschlichkeit verstanden wird etc. Die Verhaltensforscher beraten systemunabhängig weltweit Politiker, die Wirtschaft, die Medien und laut Pressemeldungen in Deutschland auch schon die Kirchen. Psychologen/Verhaltensforscher sind in der Therapie tätig, aber nicht in der Prävention. Die Bürger selbst bekommen in ihrer Allgemeinbildung keine Grundkenntnisse im Bereich der Verhaltensforschung vermittelt und werden somit (weltweit) immer wieder bewusst oder unbewusst zu Spielbällen und zu Marionetten der Machthaber.



 

Josef Rattner – Bechtermünz Verlag 1998
Auszug aus „Menschenkenntnis durch Charakterkunde“

…..  Eine von kollektivem Hass erfüllte Welt muss auf viele Individuen stark prägend wirken. Daraus sollte man aber nicht die Lehre ziehen, dass die Kultur den Hass nicht überwinden kann. Sie wird dies leisten, wenn die Eltern in der „Kunst der Erziehung“ besser geschult werden, wenn Schulen nicht nur Stätten (meist unbefriedigendem) Lernen, sondern auchOrte der Psychohygienesein werden, wenn die überwiegende Mehrheit der Bürger psychologisch geschult sein wird, so dass sie den Einflüsterungen der Hassideologen ihr Ohr verweigern kann.

Es hat sich gezeigt, dass der Mensch einem Netz von Abhängigkeiten – Erziehung, Elternpersönlichkeit, sozialer und ökonomischer Status – verstrickt ist, die er nur überwinden kann, wenn er sich selbst und andere erkennen vermag. ……..

> Appelle an …..         Eltern / Großeltern, Verantwortliche der Medien, Religionen, etc.

> Menschenkunde Themen

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