Eine spezielle Form der Hassmanifestation ist das Vorurteil …

Auszug aus Menschenkenntnis durch Charakterkunde
(Josef Rattner – Bechtermünz – Verlag)

…. welches eine kollektiv-psychologische Erscheinung ist, die aber auch in individueller Ausprägung vorkommt. Wir definieren das Vorurteil als ein ungünstiges Urteil über Personen und Sachen, das nicht auf Erfahrung basiert und aus affektiven Gründen sehr schwer korrigierbar ist. Vorurteile werden aufgrund neuer Erkenntnisse kaum widerlegt. Der Vorurteilsträger findet immer für das Bestätigung was er bereits glaubt und für wahr hält.

Vorurteile ergeben sich, wenn ein Mensch in bestimmten Gruppen heimisch und in anderen Gruppen fremd ist. Die Andersartigkeit der anderen beunruhigt das Gemüt; auch kommt es aus geschichtlichen Gründen zu gegenseitigen Animositäten und Antipathien. Benachbarte Gruppen kennzeichnen sich gegenseitig gern mit Schwarzweißmalerei.  Wert und Unwert der Ingroup und Outgroup werden oft sehr ungerecht beurteilt. Es werden völlig irreale Kategoriebildungen  propagiert. wogegen trotz aller Evidenz der Fremdgruppe Eigenschaftskomplexe zugeschrieben werden, die Hass und Verachtung verdienen. Die eigene Gruppe weist diese Mängel jedoch nicht auf und kann deswegen ohne weitere Differenzierung als über jede Kritik erhaben akzeptiert werden.


Vielleicht sollte man immer wieder auch die eigenen Vorurteile hinterfragen?

hinterfragende smilies

Bundeszentrale für politische Bildung > Was sind Vorurteile 

Auszug zu Gegenmaßnahmen: ……   Da Vorurteile sich bereits im späten Jugendalter stabilisieren, ist vor allem in der Schule interkulturelle Erziehung von herausragender Bedeutung. Die internationale Forschung hat eine positive Wirkung kooperativer Unterrichtsprogramme auf die gegenseitigen Ressentiments, die schulische Leistung und das Selbstwertgefühl der Beteiligten nachgewiesen …..

 

 

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